Zweifel in Worten von Nathan Jaeger

Zweifel in Worten von Nathan Jaeger

Kurzbeschreibung

Neue Stadt. Neues Leben. Der 26-jährige Bibliothekar Frank ist von Köln nach Berlin geflohen, um mit seiner Vergangenheit abzuschließen.
An den ominösen ‚Mister Right‘ glaubt er nicht und seit einem einschneidenden Erlebnis zieht er es vor, nicht einmal mehr flüchtige Dates zu haben.
Die unerwartete Bekanntschaft zu Sam und Gabriel ist dabei eine Wildcard, die er nicht einkalkuliert hat.

 

Meine Rezension

Zu Beginn war ich wirklich nicht überzeugt, ob ich hier richtig bin. Langatmigkeit trifft Schnelligkeit, ein Widerspruch in sich und doch kann ich es nicht anders erklären. Die Ausschweifungen in Gedanken und Erklärungen der Vergangenheit, treffen auf Sprünge in der Zukunft.
Doch ich las weiter, wieso? Ich weiß was der Autor kann und wusste er wird mich fesseln und das hat er geschafft.
Wer hier lediglich auf eine Dreifachliebesgeschichte aus ist, wird enttäuscht und überrascht zugleich, denn dieses Buch gibt mehr her. Es hat viel mehr zu bieten, unter anderem eine Szene die einem Thriller gleicht, Erotik, Drama, Liebe. Tiefe Gefühle, Emotionen und Gedanken. Dieses Buch ist ein Paket an verschiedenen Genre und überrascht.
Der seichte Einstieg täuscht, es bietet soviel mehr und wenn man die letzte Seite umblättert, sitzt man da. Will mehr erfahren, mehr erleben, so viel Potenzial, so viel was man noch hinterfragen mag.
Die Protagonisten sind real, der Handlungsstrang ebenso.
Vertrauen innerhalb von Sekunden, Minuten, wenigen Tagen? Nein? Doch, gerade das ist es, was einen Menschen aus macht, der erste Blick, Gefühl und Verwirrung und genau das schafft der Autor. Er schießt nicht übers Ziel hinaus, es braucht keine Jahre um eine kaputte Seele wieder aufrecht gehen zulassen. Die Verarbeitung sicherlich, aber nicht Nähe zu zulassen.
Hervorragende Umsetzung, fantastischer Schreibstil...
5 Sterne ganz klar, was soll ich da noch sagen?

Dich ein Minus habe ich... das Cover, die drei Hände sind fantastisch, doch die Armbänder, es wäre schön gewesen, wenn sie im Storyboard Platz gefunden hätten als Zeichen der Zusammengehörigkeit, oder ohne wären. Denn wenn ich ehrlich bin, dachte ich an knappe 18 jährige Jungs, nach dem Cover.
Aber daran halte ich mich jetzt nicht auf.
Sehr gute Geschichte, die jeden Cent wert war.

 

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