Nachtwandler Jule Becker

Nachtwandler Jule Becker

Kurzbeschreibung

Über mangelnde Aufmerksamkeit kann sich Leo wahrlich nicht beschweren. Die Männer umkreisen ihn, wie die Motten das Licht. Auch sonst läuft es in seinem Leben wie geschmiert. Er könnte also glücklich und zufrieden sein, wenn da nicht dieses dunkle Geheimnis wäre, das ihm seit Jahren das Leben schwer macht.
 

Meine Rezension

 

Ich mag kein Fantasy

Ich mag es nicht, es ist unrealistisch und mir zu weit hergeholt.
Wieso habe ich mir also Nachtwandler gekauft?
Ich weiß es nicht, aber bereuen tue ich es erst recht nicht.

Dieser Spagat hat mich umgehauen, denn diese Geschichte ist eben nicht nur Fantasy. Klar die Wandlung, aber lasse ich diese mal außen vor, dann ist es eine, zu Beginn zugegeben etwas zu langgezogene, Liebesgeschichte.

Hier liest man eine sehr stilsichere Schreibart, die mich fasziniert hat. Eineinhalb Stunden, die so schnell vorbei gingen, dass ich seufzend da saß und meinen Reader quäle, dass er mir doch bitte noch ein paar Seiten zeigt, hat er nicht.

Leo... Arschloch, selbstverliebt und eitel. Sicherlich der Name ist schuld und doch auch die Überzeugung seiner selbst. Wer immer zu hören bekommt wie toll er ist, glaubt es auch. Felix dagegen ist sympatisch und frech.
Die beiden zu erleben, war ein Erlebnis für sich.

Die Auflösung der Verwandlung, die mich ehrlich gesagt bis dahin nicht interessierte, faszinierend. Damit kann ich zugeben, dass ich solche Fantasygeschichten durchaus schätzen kann. So real wie möglich, so unreal wie nötig. Die Wandlung hat hier natürlich einen Mittelpunkt und doch konnte ich sie bis zu einem gewissen Punkt überlesen und als es nicht mehr ging, hat es mich nicht abgeschreckt.

Fazit:
Auch für Fantasy-Allergiker wie mich geeignet. Tiefgehend und erotisch.
Keine der Szenen ist plump geschrieben, detailliert und doch erotisch.
Sehr gut, absolut zu empfehlen.

 

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